Am Anfang steht Ihr Mut - am Ende Ihr Erfolg!
Am Anfang steht Ihr Mut - am Ende Ihr Erfolg!

Verfahrensbeistand / Anwältin des Kindes

 

Vor allem Kinder und Jugendliche sind die, die besonderen Schutz und Beistand bedürfen!

 

"Es gibt kein Alter, in dem alles so intensiv erlebt wird, wie die Kindheit. 

Wir Großen sollten uns gelegentlich daran erinnern, wie das war!"

Astrid Lindgren

 

Als Verfahrensbeistand werde ich vom zuständigen Familiengericht bestellt. Ich vertrete in Familiensachen das Interesse der Kinder und Jugendlichen, denn wenn es zu Problemen in der Familie kommt, sind es vor allem die Kinder, die Schutz und Beistand brauchen. 

 

Bei folgenden Verfahren ist in der Regel die Bestellung eines Verfahrenbeistands erforderlich: (Auszug § 158 FamFG)

  • wenn das Interesse des Kindes zu dem seiner gesetzlichen Vertreter in erheblichem Gegensatz steht (Sorge,- Umgangs,- Aufenthaltsbestimmungsrecht ...)
  • wenn die teilweise oder vollständige Entziehung der Personensorge in Betracht kommt (Kindeswohlgefährdung ...)
  • wenn eine Trennung des Kindes von der Person erfolgen soll, in deren Obhut es sich befindet
  • in Verfahren, die die Herausgabe des Kindes oder eine Verbleibensanordnung zum Gegenstand haben (Kindeseltern begehren die Rückführung aus der Pflegefamilie ...)
  • wenn der Ausschluss oder eine wesentliche Beschränkung des Umgangrechts in Betracht kommt

 

Ich begleite Kinder und Jugendliche vor, während und nach der Gerichtsverhandlung. Meine Aufgabe ist es Kinder und Jugendliche über das Gerichtsverfahren altersgemäß aufzuklären, vorzubereiten und über die gerichtlichen Entscheidungen zu informieren sowie ggf. auch Rechtsmittel einzulegen, falls die Entscheidungen den Interessen, Wünschen und Bedürfnissen des Kindes/Jugendlichen nicht entsprechen. 

 

Alle Entscheidungen haben immer das Ziel zum Wohl des Kindes zu handeln, hierbei spielt der Kindeswille eine große Rolle. 

Daher achte ich in meiner Funktion als Verfahrensbeistand immer besonders auf einen vertrauensvollen Aufbau zum betroffenen Kind/Jugendlichen.

 

Ich führe altersangemessene Gespräche und Interaktionen, um ihre Interessen, Wünsche und Wahrnehmungen erforschen zu können. Dabei achte ich ebenfalls auf Körpersprache, Bindungen und Beziehungen zu Bezugspersonen sowie das Verhalten der Familie und mir gegenüber. Gerade bei Säuglingen, Babys und Kleinkindern, die sich sprachlich noch nicht ausdrücken könen, ergeben Beobachtungen während des Umgangs mit Bezugspersonen und im Spiel viele Hinweise auf ihre Entwicklung und Bindung. Diese vielen Informationen sind für alle weiteren Entscheidungen sehr wichtig. 

 

Gespräche mit Eltern und anderen Bezugspersonen gehören, in solchen Verfahren die zum Erarbeiten von Lösungen und Entscheidungen beitragen sollen, ebenfalls zu meinen Aufgaben. Hierbei nehme ich oft eine vermittelnde Rolle zwischen Kindern/ Jugendlichen und Bezugspersonen ein. 

Die Vermittlung und dem bewusstmachen der Wünsche und Bedürfnisse den Kindern/Jugendlichen gegenüber ihren Bezugspersonen führt oftmals zu lösungsorientierten Entscheidungen, die von allen angenommen werden können und ein Miteinander wieder möglich machen. 

 

Durch Kompromisse und das Zurückstellen der eigenen Bedürfnisse, die oftmals nicht mit den Bedürfnissen der Kinder übereinstimmen, entspannen sich festgefahrene Sichtweisen und Konflikte. 

 

Bei der Vermittlung und Mitwirkung einer einvernehmlichen Lösung, die zwischenzeitlich von allen Betreiligten mit Frustration, Wut, Ärger, Ängsten, Trauer und manchmal auch mit Entfremdung erlebt wird, bleibt der/die Minderjährige mit allen seinen Wünschen und Bedürfnissen immer im Fokus meiner Arbeit.

 

Gerichtliche Verfahren in Familiensachen:

Aufenthalt- bestimmung

Getrennt lebende Eltern streiten sich häufig um die Frage bei wem das Kind seinen Lebensmittelpunkt haben soll. Jeder möchte diesen gerne für sich beanspruchen. Dadurch geraten die Kinder schnell in einen Loyalitätskonflikt, weil sie in der Regel gerne bei beiden Elternteilen sind und sich ungerne entscheiden möchten, oder sich nicht trauen, zu sagen, bei wem sie lieber ihren Lebensmittelpunkt haben möchten. Bei solchen Auseinander- setzungen ist es notwendig das Kind bei jedem Elternteil zu besuchen. Manchmal helfen auch Gespräche mit Erziehern und Pädagogen sowie Informationen aus dem sozialen Umfeld. Das Alter und die Entwicklung des Kindes spielen ebenfalls eine große Rolle für den zukünftigen Lebensmittelpunkt.

Umgang

Hier geht es um die Häufigkeit der Umgangskontakte zu den Sorgeberechtigten. Manchmal auch um Umgang zu den Großeltern. Wann und wie oft möchte das Kind bei seinen Bezugspersonen sein und wieviel Umgang tut ihnen gut! Es kann auch Verfahren zum Umgangs- ausschluss oder zu Beschränkungen des Umgangs geben.

Bei solchen Streitigkeiten ist der Kampf der Eltern gegeneinander besonders groß. Das Kind wird oft instrumentalisiert und es kommt zu Umgangs- verweigerungen durch einen Elternteil. Die Erforschung des unbeeinflussten Willens des Kindes, die Suche nach den Ursachen seiner Verweigerung und seiner Ängste und die Erarbeitung der wirklichen Interessen erfordern in solchen Fällen einen mehrmaligen Kontakt zum Kind und seinem Umfeld. 

Kindeswohl-gefährdung 

vZu solchen Verfahren kommt es, wenn eine evtl. Gefährdung des Kindeswohl vorliegt. Das heißt, wenn das körperliche, geistige oder seelische Wohl des Kindes gefährdet ist und seine Eltern nicht gewillt oder in der Lage sind die Gefahr abzuwenden. Hier kommt es durch das Gericht zu Maßnahmen, die zur Abwendung der Gefahr erforderlich sind. Ein intensiver und vertrauensvoller Kontakt zu dem betroffenen Kind/Jugendlichen ist in solchen Fällen unerlässlich. Hier sind oftmals mehrere Besuche und Gespräche unter anderem auch mit den Bezugspersonen notwendig. Gespräche mit dem Jugendamt und allen sozialen Kontakten sind in solchen Fällen ebenfalls erforderlich und hilfreich, um sich ein genaues Bild über die Situation und dem Befinden des Kindes/ Jugendlichen machen zu können. Ist die Gefahr mit Hilfe vom Jugendamt durch Familienhelfer und Erziehungsberater abzuwenden können Kinder/ Jugendliche in ihrer gewohnten Umgebung bleiben. Ist die Gefahr jedoch auch durch äußere Unterstützung nicht abzuwenden, so ist eine Inobhutnahme durch das Jugendamt notwendig. Die Unterbringung erfolgt in Pflegefamilien oder Heimen. Bei sehr schwerer Kindeswohl-gefährdung kann den Erziehungs- berechtigten auch die komplette Sorge entzogen werden. 

Elterliche Sorge

- In Bearbeitung-

Kontakt:

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Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird.

Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.

Georg Christoph Lichtenberg

(1742 -1799)

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